Pfarrei St. Peter und Paul, Ratingen
Gemeinde St. Jacobus der Ältere,
Ratingen-Homberg





Im Kirchsaal nebenan lud die ev. Gemeinde noch zu einem Glas Wein ein: ein schöner Abschluss für einen wunderbaren Abend. | Josef Pietron
Kaum hatten alle die Kirche betreten – behutsam von warmem Licht erhellt und mit Blumen geschmückt – erklang aus dem Halbdunkel Musik. Peter Peiffer, Annegret Nolte und Gunnar Krabbe spielten Trios für drei Dudelsäcke – ungewohnte Klänge in der Kirche, archaisch fast und geheimnisvoll; unter dem „leisen“ Licht, vor den bunten Blumen, mit den farbigen Gewändern der Liturgen und Messdiener kam eine geradezu zauberhafte Stimmung auf.
Nach dem Schlussgebet folgte der Segen, gesprochen vom Pfr. Füsgen und vom Pater Staszek: ein Segen über alle die, die sich in ihrem Glauben verbunden fühlen. „Scarborough Fair“, das alte englische Lied von dem Liebespaar, das sich getrennt hat und wieder ein Paar werden will, als Dudelsacktrio gespielt, beendete den Gottesdienst. Leider war der Texthintergrund kaum einem in der Kirche bekannt...
Es war ein Abend, der die Konfessionsgrenzen fast vergessen ließ. Ohnehin ist es ja so, dass die Mitglieder der Homberger Gemeinden, der evangelischen und der katholischen, sich seit Jahren kennen – vom Neujahrsgottesdienst, vom Jahresrückblick, vom Palmsonntag, von der Osternachtsfeier, von den Gemeindefesten, von manchen Schulgottesdiensten und Krabbelgottesdiensten, und nicht zuletzt vom alltäglichen Miteinander in den Straßen und Geschäften unseres Stadtteils.
Und nun hat die Christuskirche Geburtstag: 100 Jahre wird sie in diesem Jahr alt. So war es selbstverständlich, dass auch von katholischer Seite her ein Zeichen der Verbundenheit gesetzt wurde. Ein „Lichtweg“ sollte es sein – so die Idee von Andrea Weyergraf-Hahn – , den die Homberger Christen am 4. Februar von der Jacobuskirche zur Christuskirche gingen. Zuvor, um 18.30 Uhr, waren die evangelischen Christen zum Gottesdienst in die Jacobuskirche eingeladen. Viele kamen und feierten ihn mit. Frau Arndt trug die Lesung vor, Pfarrer Füsgen hielt auch die Predigt. Vom Licht und vom Dunkel sprach er, vom Sonnenaufgang und dem Wunder eines jeden neuen Tages, von der Sehnsucht nach dem Licht, welche die Menschen aller Zeiten und aller Völker verbindet.
Nach der Kommunion dann begann der eigentliche „Lichtweg“: Mit Lichtern in der Hand zogen die Besucher des Gottesdienstes, gemeinsam mit dem ev. Pfarrer Füsgen, unserem kath. Pater Staszek und vielen Ministranten von der Jacobuskirche durch eine wunderbar mit Lichtern gesäumte Dorfstraße zur Christuskirche.













